News · Referenz
Biotoprettung Weiterstadt
Drei Windwasserpumpen retten trockenfallende Feuchtbiotope – ein Projekt des städtischen Umweltamts.

Referenzprojekt Deutschland
Trockenfallende Amphibien-Biotope klimaresistent halten
Das Fachgebiet Umwelt der Stadt Weiterstadt setzt mechanische Windwasserpumpen (Western-Windräder) ein, um im Sommer trockenfallende Feuchtbiotope und Amphibienteiche ohne Stromkosten mit Grundwasser zu speisen. Federführend betreut wird das Projekt von Anette Jung im Fachdienst Planung/Umwelt der Stadt.
Die Anlagen arbeiten komplett autark und wartungsarm – ideal für Naturschutzflächen ohne Stromanschluss.
Im Detail
Die drei Windrad-Standorte
1. Biotop Schneppenhausen
In Betrieb seit 2020: ein 6 Meter hoher Gittermast, Modell W 1806, am Nordrand von Schneppenhausen. Die Anlage rettet ein wichtiges Amphibien-Biotop und speist einen lokalen Tümpel dauerhaft mit Tiefenwasser.
2. Stadtgebiet Weiterstadt
Eine weitere Anlage ergänzt den lokalen Biotopverbund an einem zweiten gefährdeten Feuchtgebiet im Stadtgebiet und hält es auch in trockenen Sommern wasserführend.
3. Bräuschter Teich
Ende 2024 eingeweiht: die dritte Anlage zwischen Braunshardt und Schneppenhausen renaturiert einen historisch ausgetrockneten Teich und belebt den Lebensraum für Vögel und Insekten neu. Das Projekt wird von Škoda Auto Deutschland unterstützt.
Weitere Umweltprojekte
Biotopverbund und Artenvielfalt in Weiterstadt
Das Fachgebiet Umwelt der Stadt Weiterstadt koordiniert neben der Windwasserpumpen-Rettung weitere Naturschutzmaßnahmen: pestizidfreie Ackerrandstreifen für Wildbienen und Feldvögel gemeinsam mit dem NABU Weiterstadt-Griesheim-Erzhausen, den 2018 von der hessischen Umweltministerin ausgezeichneten „Blühkreisel" im Gewerbegebiet West sowie die Planung gesetzlicher Ausgleichsflächen wie Streuobstwiesen und neuer Tümpel.

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